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Eine Freundin im Wald: Welcher Weg hilft ihr wirklich?

💡 Worum es in dieser Geschichte geht —
Didi begegnet im Wald nach und nach Tier- und Pflanzenfreunden, die Hilfe brauchen.
Immer wenn sie helfen möchte, taucht plötzlich eine Weggabelung auf: ein Weg hilft wirklich, der andere macht es den Freunden schwerer.
Welcher ist der Weg einer echten Beschützerin? Am Ende löst sich auch das Geheimnis jener Schildkröte mit den roten Ohren vom Anfang.

Rote Ohren am Teich — ist das in Ordnung?

Didi entdeckt am Teich im Viertel eine Schildkröte mit roten Streifen an den Ohren und legt nachdenklich den Kopf schief

Ich war gerade am Teich im Viertel vorbeigegangen, da lag eine Schildkröte auf einem Stein und sonnte sich.

An den Seiten ihres Kopfes leuchteten zwei rote Streifen. So eine kräftige Farbe!

Ich habe sie lange angeschaut, weil sie so hübsch war, und doch hat es mich innerlich gekribbelt.

In unserem Teich schwammen sonst immer nur kleine Schildkröten mit runden Panzern herum.

Aber diese Freundin mit den roten Ohren … wo kommt sie wohl her?

Soll ich sie mitnehmen und großziehen? Oder einfach in Ruhe lassen? Ich konnte mich gar nicht entscheiden, weder so noch so.

Zum Glück hatte ich genau das Richtige dabei. Ich habe WAGZAK JUMP geöffnet und mir die Mission „Beschützerinnen des Ökosystems" angesehen.


Mitten im Wald taucht eine Weggabelung auf

Didi im Outfit einer Beschützerin des Ökosystems betritt den AR-Wald, der mitten im Zimmer erscheint

Kaum war ich in den Bildschirm geschlüpft, breitete sich vor mir ein echter Wald aus.

Bäume, ein Teich und kleine Tiere, die zwischen ihnen umhertapsten.

Ab heute bin ich die Beschützerin des Ökosystems in diesem Wald.

Aber bei jedem Schritt sprang unter meinen Füßen eine Weggabelung auf.

Auf der einen Seite ein grüner Pfeil, auf der anderen Seite ein roter.

„Welcher Weg hilft wirklich?" Bei jeder Wahl sollte ich sehen, was danach passiert. Huch, ganz schön aufregend!


Erste Weggabelung — Eine Bärin mit gefangener Pfote

AR-Szene: eine Kragenbärin wimmert mit der Pfote in einer Schlinge, und Didi steht traurig daneben

Tief im Wald begegnete ich einer großen Bärin mit einem weißen Halbmond auf der Brust.

Sie ist die Asiatische Kragenbärin. Sie lebt in den Bergen Koreas, und weil es nur noch ganz wenige von ihnen gibt, müssen wir sie unbedingt schützen.

Aber sie konnte ihre Pfote nicht bewegen und wimmerte leise. Aus der Nähe sah ich: Ein Seil war eng um ihre Pfote geschlungen.

Es war eine Schlinge, die jemand heimlich im Berg ausgelegt hatte, um Tiere zu fangen.

So, die Weggabelung. Welcher Weg?

Roter Weg — Ich habe Angst und gehe einfach vorbei, als hätte ich nichts gesehen.
Die Bärin bleibt weiter gefangen und wimmert. Ihre verletzte Pfote tut immer mehr weh. Nein, das geht nicht.

Grüner Weg — „Warte einen Moment, ich mache dich los!" Und ich löse die Schlinge ganz vorsichtig, Stück für Stück.

Ich habe ohne Zögern Grün gewählt!

AR-Szene: Didi löst behutsam die Schlinge, die sich um die Pfote der Kragenbärin gewickelt hat

Als ich das Seil sanft löste, zog die Bärin ihre Pfote heraus und schlenderte gemächlich über die Wiese.

Ohne eine einzige Verletzung! Puh, mir ist ein Stein vom Herzen gefallen.

Vielleicht hatte derjenige, der die Schlinge gelegt hat, keine ganz böse Absicht. Trotzdem: Der Berg ist das Zuhause der Tiere.

Dass man in diesem Zuhause keine gefährlichen Fallen aufstellen darf, weiß jetzt auch ich. Liebe Bärin, wie schön, dass du unverletzt bist!


Zweite Weggabelung — Eine Handvoll Eicheln

AR-Szene: ein Erwachsener hebt Eicheln vom Waldboden auf, ein Eichhörnchen schaut zu, Didi beobachtet die Szene

Ein Stück weiter lag der Waldboden voll mit Eicheln.

Ein älterer Herr sammelte sie Handvoll für Handvoll auf. Wahrscheinlich wollte er sie mitnehmen, weil sie so hübsch waren.

Direkt daneben wollte ein Eichhörnchen gerade eine Eichel ins Mäulchen nehmen — und blieb dann tippelnd stehen, ganz aufgeregt.

Wieder eine Weggabelung. Welcher Weg?

Roter Weg — Weil sie auch mir hübsch erscheinen, stopfe ich mir die Taschen voll.
Dann ist das Winteressen für Eichhörnchen und Wildschweinfreunde weg. Manche Freunde müssten hungern. Nein, das geht nicht.

Grüner Weg — Ich lasse die Eicheln genau dort liegen und freue mich nur mit den Augen an ihnen.

Klar, Grün, ganz klar!

„Wissen Sie, Eicheln sind das Winteressen der Tiere im Wald." Ich habe es ihm leise gesagt, und der ältere Herr antwortete: „Ach, das wusste ich gar nicht. Ich hätte beinahe das Essen der Tiere mitgenommen", und legte die Eicheln behutsam zurück.

Auch er war nicht böse, er hatte es einfach nicht gewusst. Sobald er es wusste, hörte er sofort auf.

Ehrlich gesagt: Ich wollte auch schon mal einen besonders schönen Kiefernzapfen mit nach Hause nehmen. Aber jetzt mache ich das nicht mehr. Für uns ist es nur eine kleine Frucht, für andere ist es eine richtig sättigende Mahlzeit.


Dritte Weggabelung — Kekse, weil es so süß ist

AR-Szene: eine Person hält einem Wildtier einen Keks hin, während Didi daneben nachdenklich überlegt

Auf dem Weg aus dem Wald sah ich eine Person, die einem Eichhörnchen einen Keks hinhielt.

„Es ist ja sooo süß~", sagte sie und strahlte über das ganze Gesicht. Dieses Gefühl kenne ich auch: Wenn ich etwas Niedliches sehe, möchte ich am liebsten alles teilen.

Aber da war schon wieder eine Weggabelung. Welcher Weg?

Roter Weg — Ich gebe daneben auch einen Keks.
Wenn sich Tiere an menschliches Essen gewöhnen, vergessen sie nach und nach, wie man selbst Futter sucht. Dann fällt es ihnen schwer, allein zurechtzukommen. Hoppla, das war ja gar nicht hilfreich!

Grüner Weg — Ich stecke die Kekse weg und schaue still aus der Ferne zu.

Ganz leise bin ich zur grünen Seite hinübergegangen.

„Wenn man sie füttert, macht es ihnen das Leben sogar schwerer. Am besten ist es, sie aus der Ferne anzusehen." Ich habe es ganz vorsichtig gesagt, und die Person meinte: „Ach, dann gibt es also eine andere Art, sie lieb zu haben", und steckte die Kekse wieder ein.

Wirklich liebhaben heißt nicht, näherzukommen, sondern still aus der Ferne zu beobachten. Hihi, es gibt so viele Arten zu lieben.


Vierte Weggabelung — Wenn man einer duftenden Windorchidee begegnet

AR-Szene: Didi entdeckt an einer Felswand eine vom Aussterben bedrohte Windorchidee und schnuppert an ihrem Duft

An einer Felswand hatte sich eine kleine weiße Blüte geöffnet. Als ich näherkam, strömte ein zarter Duft auf mich zu.

Das ist die Windorchidee. Eine Pflanze, die so selten geworden ist, dass man sie im Berg kaum noch sieht — eine vom Aussterben bedrohte Pflanze.

Sie mit eigenen Augen so nah zu sehen, hat mir richtig in der Nase gekribbelt!

In dem Moment streckte weit hinten jemand die Hand aus, um die Windorchidee auszugraben.

Letzte Weggabelung. Welcher Weg?

Roter Weg — Weil sie auch mir gefällt, grabe ich heimlich eine Blüte aus und nehme sie mit nach Hause.
Dann werden die ohnehin schon wenigen Windorchideen noch weniger. Sie könnten für immer von der Felswand verschwinden. Auf keinen Fall!

Grüner Weg — Ich grabe sie nicht aus, sondern fotografiere die Person, die sie mitnehmen möchte, und sage einer erwachsenen Person Bescheid.

Ohne Zögern Grün. Klick!

AR-Szene: Didi fotografiert die Person, die die Windorchidee ausgraben will, um eine erwachsene Person zu benachrichtigen

Dank eines einzigen Fotos blieb die Windorchidee an der Felswand und durfte weiter ihren Duft verströmen.

Selbst wenn wir nicht selbst eingreifen oder jemanden festhalten können — schon einer erwachsenen Person Bescheid zu sagen und zu melden, ist eine riesige Hilfe. „Was für ein Glück, wir haben die Windorchidee gerettet!"

Auf dem Weg bis hierher habe ich verstanden: Zwischen dem Weg, der hilft, und dem Weg, der es schwer macht, liegt manchmal nur ein Hauch.

Selbst Menschen, die unwissend den roten Weg gegangen wären, sind, sobald man es ihnen erklärt hat, sofort auf den grünen Weg zurückgekehrt.


Und was war eigentlich mit der Schildkröte mit den roten Ohren?

AR-Szene: Didi beobachtet einen Teich, in dem eine einheimische koreanische Schildkröte und eine Rotwangen-Schmuckschildkröte nebeneinander schwimmen

Als ich aus dem Wald trat, kam ich wieder an jenem Teich vorbei. Die Schildkröte mit den roten Ohren, die mir am Morgen im Kopf herumgespukt hatte, war noch da.

Neben ihr eine einheimische Schildkröte mit rundem Panzer. Sie heißt Koreanische Teichschildkröte.

Ach so, deshalb! Die Schildkröte mit den roten Ohren ist eine Freundin aus einem fernen Land. Sie ist eine Rotwangen-Schmuckschildkröte!

Jemand hat sie wohl zu Hause gehalten und dann heimlich in den Teich gesetzt. Wenn sie sich vermehren, verlieren die Koreanischen Teichschildkröten, die schon immer hier gelebt haben, ihr Futter und ihren Platz.

Ich erinnerte mich an meine morgendliche Frage: „Mitnehmen und großziehen oder lassen?". Tja, es stellt sich heraus: Beides war nicht die richtige Antwort.

Sowohl sie zu Hause zu halten als auch sie in den Teich zu setzen waren rote Wege, die der Freundin nur das Leben schwerer machen.

AR-Szene: Didi trägt die Rotwangen-Schmuckschildkröte behutsam beiseite, damit die Koreanische Teichschildkröte ihren Platz zurückbekommt

Die Rotwangen-Schmuckschildkröte ist nicht böse. Sie hat sich nicht ausgesucht, hierherzukommen, und nichts falsch gemacht.

Doch die Koreanische Teichschildkröte braucht auch ihren Platz. Also helfen wir, ein Gleichgewicht zu finden, damit es keine von beiden schwer hat.

Ich habe die Rotwangen-Schmuckschildkröte im Bildschirm sanft hochgehoben und an einen anderen Ort gesetzt. Da hat die Koreanische Teichschildkröte eine Runde durch den Teich geschwommen, als hätte sie ihren Platz wiedergefunden.

Die roten Ohren vom Morgen: Alle Geheimnisse sind gelüftet!

Mal entsteht eine Weggabelung, weil eine Freundin zu viel geworden ist, mal, weil eine andere zu wenig übrig ist. Jedes Mal den grünen Weg zu wählen, das ist wohl das Herz einer Beschützerin.

Wenn ich jetzt am Teich im Viertel vorbeigehe, kann ich selbst einen einzigen roten Streifen nicht mehr einfach übersehen. Hoho!


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Häufig gestellte Fragen

F. Was ist eine gebietsfremde (invasive) Art?

Eine gebietsfremde Art ist ein Tier oder eine Pflanze, das oder die ursprünglich nicht bei uns gelebt hat, sondern aus einem anderen Land zu uns gekommen ist. Wenn so eine Art sich sehr schnell vermehrt und einheimischen Arten wie der Koreanischen Teichschildkröte Futter und Lebensraum wegnimmt — so wie es die Rotwangen-Schmuckschildkröte tut —, nennt man sie „invasive Art". Die gebietsfremde Art ist dabei nicht böse, sie hat sich nicht ausgesucht, hierherzukommen. Zum Problem wird sie erst, wenn sie so zahlreich wird, dass das Gleichgewicht kippt. Dann helfen wir der Natur dabei, das passende Gleichgewicht wiederzufinden.

F. Darf man Eicheln oder Beeren aus dem Wald mitnehmen?

Am besten lässt man sie genau dort liegen, wo sie sind. Eicheln sind die wertvolle Winternahrung der Waldtiere wie Eichhörnchen und Wildschweine. Für uns ist es nur eine kleine Frucht, für diese Freunde ist es eine ganze Mahlzeit. Auch vom Aussterben bedrohte Pflanzen wie die Windorchidee heimlich auszugraben, ist nicht in Ordnung. Lasst die Natur so, wie sie ist, und freut euch nur mit den Augen daran.

F. Dürfen Kinder Wildtieren direkt helfen?

Bei Wildtieren ist es am sichersten, sie nicht selbst anzufassen oder zu fangen. Wenn ihr verletzte Tiere, eine Falle oder jemanden seht, der etwas heimlich entnimmt, sagt es einer erwachsenen Person oder meldet es den zuständigen Stellen. Auch füttern solltet ihr Wildtiere nicht: Wenn sie sich an menschliches Essen gewöhnen, können sie verlernen, allein zurechtzukommen. Sie still aus der Ferne zu beobachten, ist die größte Hilfe, die ihr ihnen schenken könnt.


Beim nächsten Mal komme ich mit einer neuen, spannenden Lektion wieder. Eure Didi.

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